Startseite Bocks Security  Prüfungsordnung für Wachhunde (WH)  (als PDF)


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Allgemeine Bestimmungen

 

Zugelassen sind Hunde aller Rassen und Größen.

Zur Ablegung dieser Prüfung ist Vorbedingung, dass der betreffende Hund mindesten fünfzehn Monate alt ist und die VDH-BH/VT-Prüfung abgelegt und bestanden hat

Am Schluss der Prüfung werden keine Ergebnisse nach Punkten, sondern nur ein Werturteil „Bestanden“ oder „Nicht bestanden“ vom LR (Leistungsrichter/in) bekannt gegeben. Zum Werturteil „Bestanden“ ist erforderlich, dass 70 % der zu erreichenden Punkte erlangt werden. Das zu vergebende Kennzeichen bietet keinen Ersatz für ein Ausbildungskennzeichen im Sinne der Zucht-, Schau- oder Ausstellungsordnung eines Mitgliedvereins der AZG. Bei dieser Prüfung ist die Benutzung eines sichtbaren Hetzarmes oder Schutzmantels nicht erlaubt. Auffällige Kleidung ist gestattet. Beim Verfolgen des Helfers muss Vorsorge für dessen Sicherung getroffen werden.

 

Prüfungsablauf

 

  1. Leinenführigkeit (15 Punkte)

 

  1. Freifolgen(15 Punkte)

 

  1. Hinsetzen und Sitzen bleiben (10 Punkte)

 

  1. Ablegen im Verbindung mit Herankommen (10 Punkte)

Ausführung vorstehender Übungen wie bei der Prüfung für Begleithunde mit Verhaltenstest(BH-VT)

 

  1. Holen eines Gegenstandes (15 Punkte)

Wie bei Übung 4 entfernt sich der HF (Hundeführer/in) etwa 30 Schritt von seinem Hund und legt dort einen kleinen Gegenstand ab. Nach Rückkehr zum Hund hat dieser, auf einmaliges Kommando „Bring“ den abgelegten Gegenstand schnell und freudig zu bringen.

 

  1. Ablegen des Hundes unter Ablenkung (10 Punkte)

Ausführung wie bei der SchH/VPG-Prüfung Stufe 1. Gegenstände bis Aktentaschengröße können beim Hund abgelegt werden. Nach der Übung 5 wird der abgelegte Hund vom HF abgeholt. Eine Teilbewertung kann nur erfolgen, wenn der Hund von Übung 1 bis 3 einschließlich liegen bleibt.

 

  1. Anhänglichkeit (10 Punkte)

Der Hund wird angeleint und einer zweiten Person übergeben. Der HF geht zu einer etwa 8 Schritt entfernt stehenden Personengruppe. Bis zu einer Entfernung von etwa 30 Schritt darf der Hund den Weggang seines HF beobachten. Jetzt wird dem Hund durch Vorstellen einer Wand oder ähnlichem die Sicht genommen.

Bei der Gruppe angekommen, tritt der HF in diese. Innerhalb der Gruppe darf der HF sich nicht seinem Hund gegenüber bemerkbar machen. Der Hund wird von der zweiten Person von der Leine gelöst und das Verhalten des Hundes, insbesondere der Gebrauch der Nase, ist bei dieser Übung zu beachten. Hat der Hund seinen HF gefunden, so ist er von diesem zu beloben.

 

  1. Besitzwahrung (15 Punkte)

Der HF legt seinen Hund an einer freien, vom LR zu bestimmenden Stelle, an einer Kette, die nicht gestrafft sein darf, fest. Der Hund kann sitzen, liegen oder stehen bleiben. Mit dem Hörzeichen „Pass auf“ legt der HF vor seinen Hund einen größeren Gegenstand ab (Aktentasche, Koffer, Rock usw.) und entfernt sich, immer in Sicht des Hundes bleibend, ungefähr 20 Schritt und bleibt stehen. (Kleine Gegenstände, die der Hund in den Fang nehmen kann und Fahrräder sind nicht gestattet.) Darauf geht der LR oder eine andere Person in etwa 5 Meter Entfernung an dem Hund vorbei und wieder zurück. Hierbei muss der Hund ruhig beim Gegenstand bleiben und darf sich nicht angriffslustig zeigen.

Darauf wird der Versuch unternommen, dem Hund den Gegenstand fortzunehmen. Zeigt der Hund eine drohende Haltung, so ist die Übung erfüllt.

Unter drohender Haltung versteht man Knurren, Bellen oder Zufassen. Es soll hier nicht gehetzt werden, sondern es kommt auf das allgemeine Verhalten des Hundes an. Daher ist es auch nicht erlaubt, den Hund zu umkreisen, oder einen Stock zu gebrauchen. Wird der Versuch, den Gegenstand wegzunehmen, abgebrochen, so geht die Versuchsperson außer Sicht, und der Hund hat beim Gegenstand zu verbleiben, um diesen wieder erneut verteidigen zu können. Erst nach einer Pause von einer halben Minute holt der HF seinen Hund auf Anweisung des LR ab.

 

  1. Prüfung des Hundes auf seine Wachsamkeit (100 Punkte)

a)      Aufmerksamkeit im Hofraum oder Clubhaus (30 Punkte)

Die Übung erfolgt in einem ersatzweise angefertigten „Hofraum“ (evtl. mit Hundehütte). Diese umzäunte Fläche muss mindestens eine Größe von 7 mal 7 Metern haben. Ersatzweise kann auch für die Übung das Vereins- oder Clubhaus verwendet werden.

Der Hund befindet sich in dem Hofraum (Clubhaus) frei. Jede Annäherung an die Umzäunung (Clubhaus) hat der Hund mit Aufmerksamkeit zu beobachten. Der Hund hat seine Aufmerksamkeit mit Bellen zu unterstreichen.

b)      Finden, Stellen und Verbellen eines Helfers (40 Punkte)

Sowie der Hund sich bemerkbar gemacht hat, ergreift der Helfer die Flucht. Der HF betritt jetzt die Umzäunung (Clubhaus) und hält den Hund fest. Der Helfer setzt die Flucht fort und begibt sich in ein für ihn sicheres Versteck. Sobald der Helfer dieses Versteck bezogen hat, wird der Hund losgelassen, der sofort auf das Versteck zuzuspringen und den sichtbaren oder unsichtbaren Täter zu verbellen hat.

c)                Aufmerksamkeit am Laufdraht (30 Punkte)

Der Hund wird an einer Kette, die sich an einem etwa 15 Meter langen Laufdraht befindet, festgemacht. Eine Versuchsperson reizt den Hund an einem Ende des Laufdrahtes. Der Hund hat sich angriffslustig zu zeigen. Hierauf begibt sich die Versuchsperson außer Sicht. Jetzt tritt am anderen Ende des Laufdrahtes ebenfalls eine Versuchsperson heran und reizt ebenfalls den Hund. Auch hier hat der Hund sich aufmerksam und angriffslustig zu verhalten. Nachdem auch diese Versuchsperson außer Sicht des Hundes gegangen ist, wird die Übung beendet und der Hund abgeholt.