Zurück zu Aktuelles  Europäische Norm für Sicherheitsdienstleistungen: DIN EN 15602

Als Mitglied des Bundes- und Landesverbandes möchten wir Ihnen gerne Innovationen im Hinblick auf die Qualitätssicherung innerhalb der Sicherheitsbranche zur Verfügung stellen:

Auf Antrag des BDWS („Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsunternehmen e.V.) wurde im Jahr 2004 erstmals die Arbeit zur Entwicklung einer europäischen Norm für Sicherheitsdienstleistungen aufgenommen. Leiter dieses Arbeitskreises war der Hauptgeschäftsführer des BDWS, Dr. Harald Olschok; die Geschäftsführung hatte Dr. Holger Mühlbauer vom Deutschen Institut für Normung (DIN) inne. Mit diesem Antrag wurde die erfolgreiche Arbeit an der DIN 77200 „Anforderungen an Sicherungsdienstleistungen“ fortgesetzt.

In einem sich immer weiter entwickelnden Europa wird die Bedeutung nationaler Normen immer geringer. Deshalb war es sinnvoll und notwendig, diesen europäischen Weg einzuschlagen. Die ursprüngliche Zielsetzung, ein eigenständiges europäisches Normungsprojekt abzuschließen, konnte jedoch noch nicht realisiert werden. Zu groß waren die Unterschiede in den 29 Mitgliedsstaaten des Europäischen Normungsinstituts CEN. Man konnte sich deshalb nur darauf verständigen, ein sog. „Terminologie-Projekt“ zu bearbeiten und zu verabschieden.

Gab es ursprünglich Widerstände seitens des europäischen Dachverbandes des Sicherheitsgewerbes, CoESS, so hat sich mittlerweile die Überzeugung durchgesetzt, weitere Normungsvorhaben auf europäischer Ebene in Angriff zu nehmen. Aufgrund der großen Unterschiede in den 27 EU-Staaten wird es zunächst kein eigenes Normungsvorhaben für unsere Branche geben. Vielmehr gilt abzuwarten, wie sich die Europäische Kommission im Jahre 2011 entscheidet. Nachdem das Sicherheitsgewerbe aus dem Geltungsbereich der EU-Dienstleistungsrichtlinie heraus genommen wurde steht die Entscheidung an, ob es zur Verabschiedung einer eigenständigen EU-Richtlinie für Sicherheitsdienstleistungen kommen wird.